} Förderphilosophie

ERNST VON SIEMENS
Unternehmer, Stifter, Mäzen

Die Ernst von Siemens Kunststiftung verdankt ihre Gründung der Großzügigkeit des Mannes, der ihr seinen Namen gegeben hat.
Ernst von Siemens (1903-1990) war beides: Industrieller und Mäzen. Als jüngster Enkel des Firmengründers Werner von Siemens geboren, bereitete er sich nach dem Abitur mit einem Studium der Physik auf seinen Weg im Hause Siemens vor. Nach wechselnder Tätigkeit im Unternehmen fiel ihm nach dem Zweiten Weltkrieg die schwere Aufgabe zu, von Bayern aus die Fundamente für den Neuanfang der in Berlin gegründeten Firma zu sichern. Als Vorsitzender des Vorstands (1949-1956) und als Aufsichtsratsvorsitzender (1956-1971) hatte er wesentlichen Anteil am Wiederaufstieg des Familienunternehmens in der Nachkriegszeit; seine Persönlichkeit prägte in dieser Zeit den Konzern unverwechselbar. Bis zu seinem Tod (1990) war er Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG. Ernst von Siemens, der unverheiratet und kinderlos blieb, war nicht nur ein bedeutender Unternehmer, sondern zeitlebens auch ein Freund der Künste, im Besonderen der Musik, des Theaters und der Bildenden Künste. Ihm lag am Herzen, seinen Zeitgenossen und den kommenden Generationen neben Wissen und Bildung auch den Zugang zur Kunst zu erschließen. Dieses Bestreben war für ihn auch eine Verpflichtung des erfolgreichen Unternehmers.

Ernst von Siemens errichtete mit großer Hingabe und finanziellem Aufwand drei Stiftungen:

Ernst von Siemens wollte mit seiner Kunststiftung rasche unbürokratische Hilfe beim Ankauf bedeutender Kunstwerke vor allem dann leisten, wenn es galt, einer Kunstsammlung zu einem zusätzlichen Glanzpunkt zu verhelfen, die Rückführung früher aus Deutschland abgewanderter Kunstwerke zu ermöglichen oder herausragende Zeugnisse unserer kulturellen Vergangenheit für öffentliche Sammlungen zu erwerben. Auf dieser Linie lag auch sein Wunsch, einer breiten Öffentlichkeit wichtige Künstler und Sammlungen in Ausstellungen, Katalogen und Monographien nahezubringen. Dr. Heribald Närger, der dem Stiftungsrat lange als Vorsitzender und Ehrenvorsitzender vorstand, war ihm bei der Gründung der Stiftung und auch später ein wichtiger Berater, der entscheidende Impulse und Anregungen zur Förderung der Bildenden Kunst gab.

Ernst von Siemens hatte die Stiftung schon bei ihrer Gründung mit einem beträchtlichen Stiftungskapital aus seinem Privatvermögen ausgestattet. Er stärkte ihre Basis zu Lebzeiten durch laufende Zuwendungen und Zustiftungen und hat sie schließlich in seinem Testament noch einmal großzügig bedacht. Auch seine Kunstsammlung hinterließ er der Stiftung.

Die Siemens AG hat sich, diesem großen Vorbild folgend, an der Errichtung der Stiftung beteiligt und unterstützt die Ernst von Siemens Kunststiftung regelmäßig mit großzügigen Zuwendungen. Die operativ agierende Unternehmensstiftung, die Siemens Stiftung, engagiert sich auf dem Feld der Entwicklungskooperation, Bildung und Kultur mit eigenen Projekten.

Ernst von Siemens im Gespräch

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