Werkkatalog „Max Schnös (1889-1964), Maler und Grafiker“

Museum Baunach

Max Schnös (1889 - 1964) gehörte zu der Generation von Künstlern, die von der gesellschaftlichen und künstlerischen Erneuerungsbewegung der Jahrhundertwende geprägt waren und sich mit qualitätvollen Arbeiten an der Formensprache der Avantgarde beteiligten. Als ausgebildeter Grafiker übersetzte er Kraft, Farbe und Form der neuen Kunst in zeitgemäße Werbegrafik, darunter Produktwerbung und Notgeld. In Nürnberg, München, Dresden und London suchte er gezielt den Kontakt zur Szene der freien bildenden Kunst und schuf stilistisch sehr zeitgemäße Zeichnungen, Holzschnitte, Aquarelle und Ölgemälde. Die künstlerisch stärksten Werke stammen aus den 1910er und 1920er Jahren, darunter auch jene, die während seines Aufenthalts in englischen Internierungslagern im Ersten Weltkrieg entstanden. Schnös´ Heimatstadt Baunach pflegt sein Andenken, konnte zwei größere Konvolute des Nachlasses erwerben und führt die auf über 400 Objekte angewachsene Sammlung kontinuierlich fort. Die Kunsthistorikerin Dr. Gabriele Wiesemann, aktuell von der Stadt Baunach mit der Neukonzeption des städtischen Museums beauftragt, wird einen Katalog der Werke von Max Schnös anfertigen sowie Texte zu seinem Leben und seinem Oeuvre verfassen. Diese Ergebnisse sind die Grundlage für eine angemessene Präsentation der Schnös´schen Werke im künftig modernisierten Museum. Zugleich sollen sie in einem gedruckten Katalog der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Abbildungen
1 Porträt Dr. Gabriele Wiesemann, Kunsthistorikerin, Bamberg
2 Max Schnös: Civil-Kriegsgefange im Lager London Olympia, 1914
3 Max Schnös: Der Gattelhut. Werbung für das Hutmodell, um 1930
© Museum Baunach und togomedia



»Ich freue mich außerordentlich, dass ich mit großzügiger Unterstützung der EvSK den Werkkatalog „Max Schnös“ erarbeiten kann, der dem Museum schon lange fehlt. Diese Tätigkeit im Museumsdepot hilft über die schwierige Zeit der Kontaktbeschränkungen, bis wir uns hoffentlich bald mit Kolleg*innen und Bürger*innen wieder persönlich treffen können, um gemeinsam das moderne Konzept des Baunacher Museums zu entwickeln.«

Dr. Gabriele Wiesemann, Kunsthistorikerin, Bamberg

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