Restaurierung fünf attisch schwarzfiguriger Amphoren

Staatliche Kunstsammlung Dresden, Skulpturensammlung

Die fünf attisch schwarzfigurigen Amphoren werden derzeit im Rahmen der von der Bayrischen Akademie der Wissenschaften unterstützten wissenschaftlichen Erschließung und Publikation in der Reihe Corpus Vasorum Antiquorum untersucht. Der Umfang beträgt 260 Gefäße, die mit tatkräftiger Unterstützung von im Museum angestellten sowie freiberuflichen Restauratorinnen und Restauratoren untersucht werden. Aufgrund von Sparmaßnahmen durch Corona war die planmäßige Umsetzung des Projektes gefährdet, jedoch wird die Realisierung durch die schnelle und unbürokratische Hilfe durch Stiftungsgelder nun im gesetzten Zeitrahme möglich sein. Die Förderung der Restaurierung der fünf attisch schwarzfigurigen Amphoren tragen zur geplanten wissenschaftlichen Erschließung und zum Abschluss des Gesamtprojekts bei. Schließlich werden die seit 2017 durch Dr. Bettina Reichardt und Prof. Dr. Norbert Eschbach bearbeiteten 260 Objekte in zwei Bänden veröffentlicht. Die in der Skulpturensammlung vor 1800 befindlichen Gefäße, die in der schwarzfigurigen Technik des 6. Bis frühen 5. Jhs. v. Chr. bemalt sind, verdienen einer breiten wissenschaftlichen Öffentlichkeit bekannt gemacht zu werden.

Abbildungen:

1) Halsamphora, attisch schwarzfigurig, ca. 530-500 v. Chr., Ton, H 34,2 cm, Ø Rand 14,5 cm, Ø Bauch 24 cm, Ø Standfläche 12 cm, 1837 auf der Sammlung Otto Magnus von Stackelberg erworben, Inv.-Nr. Dr. 231.

2) Halsamphora, attisch schwarzfigurig, ca. 530-500 v. Chr., Ton, H 41,3 cm, Ø Rand 18, 6 cm, Ø Bauch 28 cm, Ø Standfläche 14,8 cm, 1891 von Architekt Pasquale Faldi, Florenz, erworben, Inv.-Nr. ZV 924.

3) Halsamphora, attisch schwarzfigurig, ca. 570-550 v. Chr., Ton, H 41,5 cm, Ø Rand 16,8 cm, Ø Bauch 24,7 cm, Ø Standfläche 11,7 cm, 1896 von Dr. Ludwig Pollak, Prag, erworben, Inv.-Nr. ZV 1647.

4) Bauchamphora, attisch schwarzfigurig, um 530/520 v. Chr., Ton, H ergänzt: 51 cm, Ø Rand 21,7 cm, Ø Standfläche 18,1 cm, 1927 von S. Alfandari, Athen, erworben, Inv. Nr. ZV 3057.

5) Halsamphora, attisch schwarzfigurig, um 500 v. Chr., Ton, H16,2 c, Ø Bauch 9,7 cm, Ø Rand 7,6 cm, Ø Standfläche 5,9 cm, alter Bestand, vermutlich 1875 von der Porzellansammlung überwiesen, Inv.-Nr. Dr. 235.

6) Dipl. Restauratorin Silke Rohmer mit einem Keramikgefäß.

»Dank der großzügigen Corona-Förderlinie kann ich mit meiner Arbeit als freiberufliche Restauratorin einen wertvollen Beitrag zur Erforschung antiker Keramik in der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlung Dresden leisten.«

Dipl. Restauratorin Silke Rohmer

Ein Projekt der Corona-Förderlinie für Selbständige in Museen und Sammlungen

Ernst von Siemens Kunststiftung Corona Förderlinie