Ross und Reiter – Symbole der Macht. Politische Ikonographie im Wandel von der Französischen Revolution bis heute

Das barocke Reiterstandbild repräsentierte die Macht des absolutistischen Herrschers und basiert auf einer Bildtradition, die bis in die Antike zurückreicht. Nach der Französischen Revolution hatte diese Bildformel ausgedient, das Reiterbild als Skulptur, Standbild oder Porträt fand jedoch nur sein vorläufiges Ende. Die Geschichte seiner Wiedergeburt und seines Fortbestehens bis in die Gegenwart ist Thema der Untersuchung, die sich der Frage widmet, wie diese Ausdrucksform in einer Weise umgewandelt werden konnte, dass sie ein neues und grundlegend verändertes Staatsverständnis zum Ausdruck brachte. Renate Prochno-Schinkel geht den sich wandelnden Bedeutungen vom 18. bis zum 21. Jahrhundert nach und stellt fest, dass das Motiv des Reiterdenkmals eine bemerkenswerte Bandbreite an Variationen erlebt hat, denen eine Vielfalt an Positionen im politischen Diskurs zugrunde liegt. In diesen Ikonographien der Macht spielt neben der Ideologie des Reiterbildes auch die Kulturgeschichte der Pferde eine wichtige Rolle.

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Cover der Publikation