Restaurierung von Filippo Lippis "Die Anbetung im Walde", 1459

Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin

Die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin plant die umfassende Restaurierung von Filippo Lippis Die Anbetung im Walde (1459). In dem Gemälde, welches zu den herausragenden Werken der italienischen Renaissance zählt, verbindet der Künstler höchste malerische Raffinesse mit innovativer Raumdarstellung, feiner Temperamalerei und subtil eingesetzten Vergoldungen. Die Darstellung der Maria mit dem neugeborenen Christus in einer Waldlandschaft verleiht dem Werk eine besondere poetische und mystische Atmosphäre.

Ursprünglich entstand das Bild 1459 als Altarbild für die Kapelle des Palazzo Medici in Florenz. Seit 1821 befindet es sich in Berlin und gehört seit der Eröffnung des Königlichen Museums 1830 zu den wichtigsten Werken der Sammlung.

Bei Untersuchungen im Zuge der Neurahmung des Gemäldes entdeckten die Restauratorinnen zahlreiche Schäden an der Oberfläche. Besonders betroffen ist ein historischer Firnisüberzug aus dem 19. Jahrhundert, der heute stark vergilbt, von Mikrorissen durchzogen und stellenweise instabil geworden ist. An einigen Stellen löst sich die Schicht bereits ab und gefährdet dabei die originale Malschicht. Um weitere irreversible Verluste zu verhindern, ist eine konservatorische Sicherung dringend erforderlich.

Zusammen mit der Schoof’schen Stiftung unterstützt die Ernst von Siemens Kunststiftung die Restaurierung, sodass das auf zwei Jahre angelegte Projekt nun realisiert werden kann.

Weitere Infos zum Werk finden Sie hier.

Abbildung (Aufnahme vor der Restaurierung): Filippo Lippi, Die Anbetung im Walde, 1459, 129,4 x 118,6 cm, Pappelholz, Berlin, Gemäldegalerie. © Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders