Max Beckmann - große Entwurfzeichnung zu "Auferstehung" für die Staatsgalerie Stuttgart
Staatsgalerie Stuttgart
Die Staatsgalerie Stuttgart hat mit der Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung und weiteren Förderern eine großformatige Zeichnung Beckmanns erworben.
Dabei handelt es sich um eine Vorstudie zu dem unvollendeten Gemälde »Auferstehung« von 1916, das sich bereits seit 1964 in der Sammlung der Staatsgalerie befindet. Noch vor seiner Entlassung aus dem Kriegsdienst begann Beckmann wohl im Oktober 1915 in Straßburg mit der Komposition, wobei das nun erworbene Blatt die Veränderungen und Variationen im zeichnerischen Entwurfsprozess abbildet und den letzten Schritt vor der Übertragung auf die Leinwand darstellt. Es handelt sich um die wohl letzte Vorarbeit zu dem Gemälde, die durch ihre Unterteilung in Raster zur anschließenden Übertragung der Figuren absolut singulär in Beckmanns Werk ist.
Beckmanns unvollendete »Auferstehung« von 1916, mit 345 × 497 cm sein größtes Gemälde, wird in der kunsthistorischen Forschung seit jeher als Schlüsselwerk betrachtet, in dem der Künstler radikal mit seiner bisherigen Formensprache bricht und den Aufbruch in die Moderne vollzieht.
Abbildung 1: Max Beckmann, Große Entwurfszeichnung zu Auferstehung, 1915/16, Bleistift auf Papier, 87 x 147,7 cm.
Abbildung 2: Max Beckmann, Auferstehung, 1916, Öl/Kohle auf Leinwand, 345 x 497 cm.
© Staatsgalerie Stuttgart.

