Konservatorische Sicherung gefährdeter Tapisserien im Khanenko-Museum Kyjiw
Khanenko-Museum, Kyjiw
Das Khanenko-Museum in Kyjiw bewahrt unter seinen rund 25.000 Objekten auch neun hochwertige westeuropäische Wandteppiche des 16. bis 18. Jahrhunderts. Zu den bedeutendsten gehören vier großformatige Tapisserien mit der Geschichte des Don Quixote (um 1720), die vermutlich aus der Brüsseler Werkstatt von Peter und Frans van der Borcht stammen.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind sämtliche Tapisserien aus Sicherheitsgründen eingerollt und aus der Dauerausstellung entfernt worden. Notdürftig mussten sie 2022 auf provisorische und konservatorisch ungeeignete Kerne aufgewickelt werden. Die Sorge um den Zustand und den langfristigen Erhalt der empfindlichen Tapisserien wuchs aufgrund der sich in den vergangenen drei Jahren deutlich verschlechternden Sicherheits- und Aufbewahrungsbedingungen.
Zusammen mit dem Corpus Vitrearum Medii Aevi (CVMA) unterstützt die Ernst von Siemens Kunststiftung nun die Beschaffung von maßgefertigten Hülsen und entsprechenden freistehenden Auflagen für die Bestandserhaltung der Tapisserien sowie die laufenden konservatorischen Arbeiten an den beschädigten Museumsbeständen.
Weitere Informationen über die Zusammenarbeit mit dem CVMA finden Sie hier.
Abbildung: Der goldene Salon mit Tapisserien vor 2022 im Khanenko-Museum, Kyjiw © Khanenko-Museum.
