Das Katalogwerk über die Bestände der Skulpturensammlung der SKD wurde zwischen 2014 und 2022 erarbeitet und stellt sämtliche Originale des Museums auf dem neuesten Stand der Forschung und in guten Fotografien der wissenschaftlichen und einer breiter interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Im Rahmen des Gesamtprojekts spielt Band V eine besondere Rolle. Er gibt eine Vorstellung davon, welche antiken Werke im 17. Jahrhundert bei der Kreation von Büsten bevorzugt Berücksichtigung gefunden haben und in welcher Weise die Adaption vonstattenging. Bislang hat sich keine einzige Skulpturensammlung der Mühe unterzogen, die in ihrem Bestand enthaltenen Antikenimitationen in ihrer Gesamtheit vorzulegen, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass keine Skulpturensammlung im Hinblick auf die Qualität und die Quantität der Imitationen mit der Dresdner Sammlung konkurrieren kann. In Dresden knüpft die Erschließung der Antikenimitationen an eines der großen, die sächsische Sammlung in besonderem Maß betreffenden Themen an, dasjenige der Ergänzung antiker Skulpturen, das vor allem in Band II und III gestreift worden ist. Ebenso wie die Ergänzung fällt auch die Herstellung von Antikenimitationen vornehmlich in den Zuständigkeitsbereich von Bildhauern, die in Rom ansässig waren.
Die Katalogbände über die Sammlung wurde in folgende Sektionen eingeteilt:
Band I: Skulpturen von der ägäischen Frühzeit bis zum Ende des Hellenismus, hg. von K. Knoll und C. Vorster (Hg.), München: Hirmer 2017 (= Katalog der antiken Bildwerke I)
Band II.1 und II.2: Idealskulptur der römischen Kaiserzeit, hg. von K. Knoll, C. Vorster und M. Woelk, München: Hirmer 2011 (= Katalog der antiken Bildwerke II.1–2).
Band III.: Die Porträts, hg. von K. Knoll und C. Vorster, München: Hirmer 2013 (= Katalog der antiken Bildwerke III ).
Band IV: Römische Reliefs, Geräte und Inschriften, hg. von K. Knoll und C. Vorster, München: Hirmer 2018 (= Katalog der antiken Bildwerke IV).
Band V: Antikenimitationen und Nachträge zu Band II und III, 2022.
Abbildung: Katalogcover © Staatliche Kunstsammlungen Dresden.