In Lustrous Black. Attic Black-glazed Pottery in the Antikensammlung Berlin

Antikensammlung Berlin

Den Kern der Antikensammlung Berlin bildet heute ein reicher Bestand griechischer und römischer Kunst, vor allem aus dem 10. bis 1. Jahrhundert v. Chr., ergänzt durch Funde aus Etrurien, Zypern und dem nördlichen Schwarzmeerraum. Zwar machen griechische Vasen einen wesentlichen Teil der Sammlung aus, doch schlichte schwarzglasierte Gefäße sind darunter selten vertreten. Entsprechend zeigt auch die Dauerausstellung im Alten Museum nur wenige Beispiele dieser unverzierten Ware.

Ganz anders sieht es im Depot aus: Dort lagern Tausende Objekte, darunter eine kaum erforschte Gruppe attischer schwarzglasierter Keramik. Wissenschaftlich erfasst wurde sie nur einmal im Jahr 1885 von Adolf Furtwängler. Sie enthält Angaben zu Erwerb und teils auch zu Fundorten, allerdings nur für Stücke aus der Zeit vor oder während Furtwänglers Wirken am Museum.

Für das Projekt des Bestandskatalogs „In Lustrous Black. Attic Black-glazed Pottery in the Antikensammlung Berlin“ wurden etwa 200 Gefäße aus dem Depot untersucht. Ein Teil stammt aus Schenkungen oder eigenen Ausgrabungen, der größte Anteil wurde jedoch über Auktionen erworben. Darunter befinden sich vier Gefäße, die Anfang des 20. Jahrhunderts im damaligen Südrussland gekauft wurden und vermutlich aus dem ukrainischen Schwarzmeergebiet stammen.

Die Ernst von Siemens Kunststiftung förderte das Projekt im Rahmen ihrer Ukraine-Förderlinie und sicherte damit die wissenschaftliche Arbeit der Autorin Iryna Chechulina an der Erschließung des Bestands.

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Weitere Infos zur Ukraine-Förderlinie finden Sie hier.

Abbildung: Katalogcover © Schnell + Steiner