Carl Schuch, 1846-1903. Catalogue raisonné

Carl Schuch Gesellschaft e.V., Wiesbaden

1846 in Wien geboren, brach der Künstler Carl Schuch nach dem Tod seiner Eltern und seiner Schwester 1866 sein Studium an der Wiener Kunstakademie ab und nahm Privatunterricht. Ab 1869 hielt er sich an verschiedenen Orten in Europa auf, darunter Italien, München, Brüssel und Venedig, wo er sich 1876 niederließ. 1882 übersiedelte er nach Paris. Trotz dieser von Krankheit und Verlust geprägten Biografie fand Schuch in der Malerei seine eigentliche Bestimmung.

Von Schuch sind insgesamt 600 Werke nachweisbar: 345 Gemälde und 255 Arbeiten auf Papier, darunter 77 Blätter aus drei erhaltenen Skizzenbüchern. Im Vergleich zu den Werkverzeichnissen von Zeitgenossen wie Wilhelm Leibl oder Hans Thoma ist sein Œuvre klein. Ein Teil der Werke gilt seit der NS-Zeit als verschollen. Radiografische Untersuchungen zeigen zudem, dass Schuch Kompositionen verwarf und Leinwände wiederverwendete, weshalb vermutlich vor allem vom Spätwerk nur ein Teil erhalten ist.

Der Catalogue Raisonné wird rund 600 Werke verzeichnen. Er gliedert sich in einen einführenden wissenschaftlichen Beitrag zu Entstehung, Rezeption und Überlieferung von Schuchs Werk, die einzelnen Werkeinträge sowie ergänzende Anhänge.

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Abbildung: Cover des Katalogs © Deutscher Kunstverlag, Berlin / Boston, 2026