Zeitenwende. Der Kampf der Secessionen

10.12.2015–03.04.2016

Bröhan-Museum, Berlin

Vor 100 Jahren, im Jahr 1914/15, kochte der Streit über den richtigen Weg der Moderne in Berlin hoch. Die Diskussion über Impressionismus oder Expressionismus verband sich mit gekränkten Eitelkeiten der Künstler und führte zu heftigen Auseinandersetzungen. Gut ablesen lässt sich dies an der Tatsache, dass es 1914 für einen kurzen Zeitraum gleich drei Secessionen in Berlin gab. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der Wirren und Verwerfungen des Ersten Weltkriegs beschleunigten sich die Entwicklungen noch einmal, und so stand bereits 1918 mit der Gründung der Novembergruppe die nächste Revolution in der Kunst an. Der gerade etablierte Expressionismus wurde von Futurismus, Dadaismus und Konstruktivismus abgelöst.

Die Ausstellung Zeitenwende – der Kampf der Secessionen im Bröhan-Museum Berlin widmete sich dieser schnellen Abfolge der künstlerischen Umwälzungen in Berlin im Zeitraum von 1898 bis 1918. Innerhalb von 20 Jahren wandelte sich die großbürgerliche Welt des Kaiserreichs in eine aufgewühlte Welt im Umbruch nach der Novemberrevolution 1918 und der beginnenden Weimarer Republik. Gerade die Kunst in Berlin spiegelt diese Umbrüche wider.

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