Vor dem Gesetz. Skulpturen der Nachkriegszeit und Räume der Gegenwartskunst

16.12.2011–29.04.2012

Museum Ludwig Köln

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf einen Text von Franz Kafka. Er erzählt von einem Mann, der „vor das Gesetz“ tritt, mehrfach um Einlass bittet, aber immer wieder abgewiesen wird. Recht wird in dieser Erzählung räumlich erfahrbar und diese Parabel zu einer Art Leitmotiv der Ausstellung. Gehen Idee und Wahrung der Menschenwürde auf die Antike zurück, so ist das Thema heute in der globalisierten Welt aktueller denn je. Die Frage nach dem Wert des Menschen ist dabei vermehrt in aktuellen Kunstwerken zu beobachten. Die Kunst ist befähigt, das, was sich der Sprache verweigert, dennoch zu zeigen. Die Ausstellung zeigte Werke internationaler Künstler wie Pawel Althamer, Phyllida Barlow, Jimmie Durham, Alberto Giacometti und Bruce Nauman, anhand derer sich die Diskussion über Menschlichkeit und Grundwerte menschlicher Existenz vertiefen lassen. Neben einem Ausstellungskatalog mit Essays aus verschiedensten Fachgebieten – der Kunstgeschichte, Philosophie, Anthropologie und Theologie – gab es zum Thema Vor dem Gesetz eine Vortragsreihe, die in verschiedenen europäischen Städten stattfand.

 

Abbildung:

Cover des Ausstellungskataloges "Vor dem Gesetz. Skulpturen der Nachkriegszeit und Räume der Gegenwartskunst" © Museum Ludwig Köln

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