Teppiche aus Marokko

14.09.2013–05.01.2014

Die Neue Sammlung, München

Die Abstraktionen, kraftvollen Kompositionen und magischen Bedeutungen marokkanischer Teppiche faszinierten Künstler wie Le Corbusier, Marcel Breuer, Sean Scully; ihre unbekümmerte graphische Wirkung und intensive Farbigkeit lassen an Mark Rothko oder Cy Twombly denken. Diese verblüffende Verwandtschaft stand im Mittelpunkt der Ausstellung wie auch der begleitenden Publikation, die marokkanische Web- und Knüpfteppiche europäischer wie auch amerikanischer Kunst des 20. Jahrhunderts prägnant gegenüberstellten.

Einmalige Beispiele der Sammlung Adam, einer der weltweit bedeutendsten Privatsammlungen marokkanischer Nomadenteppiche, veranschaulichten, wie der Verzicht auf figurative Darstellungen bei Arabern und Berbern zu radikaler Abstraktion, einem völlig freien und modern anmutenden Umgang mit Farben und Formen führte. Das „Zurück zu den Ursprüngen der Kunst“ in der Auseinandersetzung mit frühen Kulturen Afrikas, Asiens und Amerikas ließ westliche Künstler seit dem frühen 20. Jahrhundert zu ganz ähnlichen Ergebnissen gelangen, welche zu den Wurzeln der europäischen Avantgarde führen.

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