Schöne Aussichten

22.03.2015–19.07.2015

Franz-Marc-Museum, Kochel

Die Lichtmalerei des Impressionismus, seine sich auflösenden, weichen Formen, die poetische Leichtigkeit seiner Bilder – nichts scheint den Intentionen und der Wirkung der Werke des Blauen Reiter ferner zu liegen: Bilder, die von ihrer Farbintensität, ihren klar umrissenen Formen, ihrer symbolischen Ausdruckskraft und ihrer Sinn- und Wesenssuche geprägt sind. Franz Marc machte den Charakter der Neuen Malerei des Blauen Reiter deutlich, der es darum ging, das Wesen ihrer Motive und nicht deren äußere Erscheinung zu erfassen. Marc hebt dabei nicht nur den absolut eigenständigen, innovativen künstlerischen Weg hervor, den er mit seinen Künstlerfreunden Macke, Kandinsky, Münter, Jawlensky und Klee eingeschlagen hatte, er distanzierte sich implizit auch von seinem eigenen Frühwerk, das im französischen Impressionismus einen wichtigen Anknüpfungspunkt fand. Franz Marc hinterließ 35 kleine Ölskizzen auf Malpappe, von denen sich fast die Hälfte im Franz-Marc-Museum in Kochel befindet. Kandinsky malte noch weit mehr dieser Skizzen, darunter die 1906 entstandene Ölsstudie Rapallo. Boot im Meer, die das Franz Marc Museum im Jahre 2011 mit Hilfe der Ernst von Siemens Kunststiftung erwerben konnte.

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