Netzwerk Exotik: 150 Jahre Völkerkundemuseum

21.06.2012–31.12.2012

Staatliches Museum für Völkerkunde, München

In diesem Jahr feierte das Münchner Völkerkundemuseum seinen 150. Geburtstag. Es ist das älteste Museum seiner Art in Deutschland. Die Ernennung des weitgereisten Zoologen und Geographen Moritz Wagner zum Konservator der Ethnographischen Sammlungen des bayerischen Staates durch den bayerischen König Maximilian II. Joseph im Jahre 1862 gilt als Geburtsstunde dieses Hauses. Wagner trug ethnographische Objekte und Sammlungen, die bislang an mehreren Orten in München verwahrt wurden, zusammen und konnte bereits 1868 dem Münchner Publikum Schätze aus privaten Sammlungen der Wittelsbacher und Kostbarkeiten aus der berühmten Brasilien-Sammlung von Spix und Martius, der Japan-Sammlung von Siebold und weiteren.

Die Gründung des Münchner Völkerkundemuseums markierte den Beginn der musealen Auseinandersetzung mit der materiellen Kultur fremder Völker in Deutschland. Von Reisenden mitgebracht, in Museen ausgestellt und von Künstlern in den europäischen Metropolen gefeiert, beeinflussten ethnographische Gegenstände die europäische Einstellung gegenüber außereuropäischen Kulturen.

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