NACH DAMASKUS... Karl Ernst Osthaus und die islamischen Künste

06.11.2026–21.02.2027

Museum Folkwang, Essen

Ab 1898 sammelte der Folkwang-Gründer Karl Ernst Osthaus auf Reisen ins Osmanische Reich Kunsthandwerk aus Nordafrika und Westasien. Daraus entstand in Hagen bis etwa 1919 eine „Islamische Abteilung", eine der frühen museal präsentierten Sammlungen islamischer Kunst im deutschsprachigen Raum. Anders als vergleichbare Sammlungen war sie ab 1902 in ein Kunstmuseum eingebettet, islamische Objekte wurden hier als Kunstwerke gezeigt. Die Ausstellung im Museum Folkwang rekonstruiert Umfang und Einfluss dieser Abteilung und hinterfragt sie zugleich kritisch im Hinblick auf Leerstellen und politische Kontexte.

Im Zentrum stehen rund 300 Objekte, die sich noch in Essen befinden. Sie stammen überwiegend aus dem heutigen Iran, Syrien, der Türkei, Ägypten und Spanien und bestehen vor allem aus Bau- und Gefäßkeramik, daneben aus Textilien, Glas und Metall. Leihgaben ehemaliger Folkwang-Werke ergänzen den Bestand, darunter ein Šāhnāma-Manuskript aus Berlin und ein Teilstück des Damaskuszimmers aus Dresden, das durch die Neuinterpretation einer zeitgenössischen Künstlerin aus der SWANA-Region erweitert werden soll. Hinzu kommen angewandte Kunst, Architekturentwürfe, Fotografien, Gemälde und Archivmaterial, etwa von Le Corbusier, Henri Matisse oder Paul Cézanne.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie HIER.

Abbildung: Plakat zur Ausstellung, Vase (Fragment), Sevilla, 12./13. Jh. © Museum Folkwang, Essen / Hans Hansen, Hamburg

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