Mythos Heimat. Worpswede und die europäischen Künstlerkolonien

18.03.2016–26.06.2016

Landesmuseum Hannover

Natur unverfälscht erfahren und im Bild festhalten: Dieser Wunsch trieb im 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche Künstler dazu, sich fern der städtischen Zentren niederzulassen. Der romantische Wald bei Barbizon, die weiten Moorebenen um Worpswede oder die Skagener Küste boten reiche Motive für die Landschafts- und Freilichtmalerei. In den abgelegenen Dörfern sahen die Künstlerkolonisten zugleich ihre Sehnsucht nach einem einfachen Leben auf dem Land gestillt.

Als eine der populärsten Kolonien weltweit gilt Worpswede, das dank Malern wie Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Heinrich Vogeler schnell bekannt wurde. Deren gemeinsames Leben und Arbeiten steht idealtypisch für eine Abkehr von der akademischen Kunst, die Begeisterung für die Urwüchsigkeit der Natur wie auch der Landbevölkerung.

Der Band, der zur Ausstellung erschien, stellt rund 25 Künstlerkolonien in ganz Europa vor – von Pont-Aven in der Bretagne über das britische St. Ives bis zu Ascona am Monte Verità. Jede präsentiert die kulturelle Einheit des Kontinents, zugleich aber auch dessen nationale und künstlerische Vielfalt.

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