Meisterstücke - Vom Handwerk der Maler

12.09.2019–19.01.2020

Historisches Museum Frankfurt

Was ein Meisterwerk ist, glauben wir alle zu wissen und denken dabei an Dürer, Rembrandt und Velázquez. Aber was ist eigentlich ein Meisterstück? In Vergessenheit geraten ist, dass auch Maler einmal in Zünften organisiert waren und wie andere Handwerker zum Abschluss ihrer langen Ausbildung ihr Können mit einem Meisterstück beweisen mussten. Erst dann durften sie ihre Gemälde signieren, eine eigene Werkstatt führen und selbst ausbilden. Die Ausstellung des Historischen Museums widmete sich erstmals diesem vergessenen Thema der Künstlersozialgeschichte.

Die Schau vermittelte eine Vorstellung von der langen Ausbildung des Malers als zünftiger Handwerker bis ins 19. Jahrhundert. Als Lehrling und Geselle lernte er durch Nachahmung und ständige Wiederholung die Farben zu reiben, die Leinwände zu spannen und zu grundieren und
einfache malerische Aufgaben auszuführen. Erfahrungen sammelten die Gesellen außerdem auf der Wanderschaft, die sie durch Deutschland oder ins Ausland führte. Um selbst Meister zu werden,schrieb die Zunftordnung dem Maler viele Bedingungen vor, darunter die Heirat, den Erwerb des Bürgerrechts, Geldzahlungen und oft auch die Anfertigung eines Meisterstücks.

In der Ausstellung zeigt das Historische Museum Frankfurt ebenfalls Werke, dessen Restaurierung die Ernst von Siemens Kunststiftung im Rahmen der "Kunst auf Lager"-Initiative förderte.

Weitere Informationen über die Ausstellung finden Sie hier.

Weitere Informationen über die Restaurierung der Bilder finden Sie hier.

Zurück