Mapping Spaces

12.04.2014–13.07.2014

ZKM- Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe

Die Ausstellung Mapping Spaces zeigte einen neuen Blick auf die Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts. Bereits in der frühen Neuzeit bildete sich eine enge Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Technik heraus. Somit verdankt sich die maßstäbliche Landschaftsaufnahme – vergleichbar mit der modernen Satellitenvermessung – einer Allianz von Geodäten, Mathematikern, Instrumentenbauern und Malern. Lange bevor sich die Neuen Medien also digitaler Bilder aus dem All bedienten, entwarfen Künstler moderne Fernerkundungssysteme. Die Ausstellung Mapping Spaces untersuchte erstmals in diesem Umfang den Einfluss frühneuzeitlicher Handbücher zur Geographie, zur Vermessungskunde und zum Festungsbau auf die niederländische Malerei um 1650.

Mehr als 200 Exponate, darunter Gemälde, Messinstrumente, Zeichengeräte, Bücher, Karten und Globen aus den bedeutendsten Sammlungen der Welt, wie dem Prado in Madrid, dem Louvre in Paris, dem Rijsmuseum Amsterdam und dem Kunsthistorischen Museum in Wien belegten die neue wissenschaftliche These. Die Neukartierung eines frühneuzeitlichen Wissensraumes wurde begleitet von zeitgenössischen Kunstwerken, die den Einfluss technologischer Entwicklungen auf unsere heutige Raumwahrnehmung thematisierten.

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