Lyonel Feininger: Paris 1912 Die Rückkehr eines verlorenen Gemäldes

24.10.2016–29.01.2017

Kunstmuseum Moritzburg, Halle (Saale)

Das Kunstmuseum Moritzburg ist seit den späten 1920er Jahren eng mit Leben und Werk von Lyonel Feininger verbunden. Hier wirkte der Künstler zwischen 1929 und 1931 und schuf seinen elfteiligen Gemäldezyklus mit Halle-Ansichten. Nachdem 1937 sämtliche Arbeiten im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ von den Nationalsozialisten beschlagnahmt worden waren, befinden sich heute wieder drei Gemälde dieses Zyklus im Museum, gemeinsam mit graphischen und photographischen Arbeiten des Künstlers.

Seit den 1990er Jahren befindet sich im Kunstmuseum Moritzburg als Leihgabe aus Privatbesitz ein von Feininger verworfenes Gemälde aus seinem Schaffen vor dem Ersten Weltkrieg. Die Fragen, die sich um das Fragment des Gemäldes An der Seine. Paris 1912 ranken, führten zu detaillierten Recherchen des Werks und seines Entstehungskontextes und mündeten schließlich in einer attraktiven Ausstellung von besonderem Zuschnitt mit Fokussierung auf die Werkgenese, die Werkintegrität und auf kunsttechnologische Aspekte des Œuvres von Lyonel Feininger. In der Ausstellung wurden ferner Werke des Künstlers gezeigt, die typisch für seine stilistische Ausrichtung vor, während und nach der Entstehung des Gemäldefragments waren.

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