Lebenslust und Frömmigkeit. Kurfürst Carl Theodor (1724-1799) zwischen Barock und Aufklärung

28.11.1999–30.04.2000

Reiss-Museum, Mannheim

Die Ausstellung widmete sich anlässlich des 275. Geburts- und 200. Todestags von Kurfürst Carl Theodor dem Leben dieses Herrschers. Mit sieben Themengruppen wurde das Wirken des bis 1777 in Mannheim residierenden Wittelsbachers untersucht, sein Verhältnis zur Kirche sowie sein Mäzenatentum für Kunst und Wissenschaft. Unter Carl Theodor erlebte Mannheim eine einzigartige kulturelle Blüte, Zeitgenossen verglichen die Stadt mit Athen und Florenz. Entsprechend der wittelsbachischen Hausverträge wurde Carl Theodor nach dem Tod Max III. Josephs – und damit Erlöschen der altbayerischen Linie – auch Kurfürst von Bayern und musste die Residenz nach München verlegen, um hier sein Erbe anzutreten. Trotz sozialer Reformen und Reformplänen war er bei seinen Münchner Untertanen nicht beliebt. Carl Theodor starb 1799 ohne einen erbberechtigten Thronfolger. Mit Max IV. Joseph trat die Linie Pfalz-Zweibrücken das Gesamterbe an. Zur Ausstellung erschienen ein Katalog, der die rund 1000 Exponate beschreibt, und ein Aufsatzband (hrsg. von A. Wieczorek, H. Probst und W. Koenig, Mannheim 1999).

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