KultOrte. Mythen, Wissenschaft und Alltag in Ägyptischen Tempeln

05.04.2012–15.07.2012

Schlossmuseum Hohentübingen

Keine andere Institution ist für die ägyptische Kunst so charakteristisch gewesen wie die der Tempel. Sie galten als Wohnstätte der Götter auf Erden, dort konnte man mit ihnen in Kontakt treten, ihnen Opfergaben darbringen. Oberster Priester war der Pharao, der in der Theorie die einzige Person war, die mit den Göttern kommunizieren konnte; in der Praxis wurden seine Aufgaben von Priestern wahrgenommen, die als Mittler zwischen Göttern und Menschen eine ganz besondere Stellung in der ägyptischen Gesellschaft innehatten. Kern der Ausstellung KultOrte, die gemeinsam von den Universitäten Tübingen und Würzburg konzipiert worden war, war der Nachbau eines Tempels, durch den die verschiedenen Architekturmerkmale eines altägyptischen Heiligtums fassbar wurden. Es ging einerseits um die bauliche Struktur, aber auch um die Dekorationen und die Inschriften. Photokollagen von Tempeltexten in Originalgröße am tatsächlichen Standort innerhalb des Modells vermittelten dem Besucher einen Einblick in die religiöse Literatur des Alten Ägypten. Weitere Sektionen widmeten sich dem Tempelgeschehen und dem Kult, wieder andere thematisierten den Übergang von der altägyptischen Religion zu neuen Religionen wie Christentum und Islam.

 

Abbildung:

Cover des Ausstellungskataloges "KultOrte. Mythen, Wissenshcfat und Alltag in Ägyptischen Tempeln" © Schlossmuseum Hohentübingen

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