Karl Schenker

10.09.2016–30.12.2016

Museum Ludwig, Köln

Karl Schenker (1886-1954) galt in den 1910er und 20er Jahren als einer der bekanntesten Society-Porträtisten. Wer Rang und Namen hatte, ließ sich von ihm in seinem Berliner Atelier am Kurfürstendamm porträtieren, denn bei keinem war man so schön, keiner konnte so meisterhaft retuschieren wie er.

Als Photograph, aber auch Zeichner, Maler und zeitweilig Bildhauer galt Schenkers Schaffen vor allem der Herstellung schöner Frauenporträts. Zu Hilfe kamen ihm dabei sämtliche Mittel der Photoretusche, aber sicher auch die aufkommende Kosmetikindustrie und in einem oder anderen Fall auch die ebenfalls junge Schönheitschirurgie. Vor allem Frauen gerieten zur formbaren Materie – und das oberste Gebot lautete bei Schenker: Schönheit.

Das Museum Ludwig nahm einen Ankauf von etwa 100 seiner Porträts zum Anlass, Schenkers Leben und Wirken nachzuzeichnen und damit einen zu Unrecht Vergessenen wiederzuentdecken. In der Ausstellung wurden etwa 300 Werke präsentiert. Nicht nur die Qualität, Komplexität und Einzigartigkeit von Schenkers Œuvre in der Photogeschichte wurde so visuell erfassbar, sondern auch die Wirkmacht seiner Bilder.

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