Karl Arnold

07.06.2012–02.09.2012

Staatliche Graphische Sammlung, München

Karl Arnold (1883-1953) ist nicht nur ein berühmter politischer Karikaturist der Zeitschrift Simplicissimus, er hat auch wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation zeichnend den Charakter und die Charaktere seiner Zeit beobachtet. Unsere Vorstellung vom Leben der 1920er und 1930er Jahre ist nicht zuletzt von seinen Beobachtungen und Bildideen, seiner Schilderung von Glamour und gesellschaftlichen Abgründen geprägt.

Bis heute gab es keine Retrospektive, die einen Überblick über das gesamte Schaffen Arnolds gezeigt hätte. Das die Ausstellung begleitende Buch gibt anhand von fast 300 Blättern erstmals eine gültige Gesamtschau seines Werks: von den frühen Studienblättern, den frühen Zeichnungen für Die Jugend und den Simplicissimus, den berühmten Arbeiten der 1920er und 1930er Jahre bis hin zu den Bildern, die in der Nazi-Diktatur entstanden. Arnolds Lavieren zwischen Anpassung und Subversion in der Zeit der Diktatur wird nicht ausgespart. Eigene Kapitel sind auch den Zeichnungsfolgen für die Münchner Illustrierte Presse gewidmet, mit denen Arnold der Bildergeschichte in Deutschland ein neues Gesicht gegeben hat.

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