Isisblut und Steinbockhorn. Amulett und Talisman in Altägypten und im Alpenraum

29.07.2010–09.01.2011

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München

Die landläufige Meinung von altägyptischer Magie wird immer noch beherrscht von Vorstellungen wie solchen, dass es sich um Hexerei und Zauberei zum Schaden anderer gehandelt habe – abseits von Frömmigkeit und devoter Verehrung übernatürlicher Kräfte. Solche Interpretationen sind abendländisch determiniert. Die Ausstellung "Isisblut und Steinbockhorn" verstand sich als Beitrag dazu, falschen Vorstellungen im Bereich „Magie“ des altägyptischen Denkens und Handelns zu begegnen. Mehr noch, die Ausstellung machte deutlich, dass auch in Europa – beispielsweise im Alpenraum – durchaus „Magie“ betrieben wurde. Auf den ersten Blick unterschied sich natürlich die Verwendung von Amuletten im Alpenraum recht deutlich vom altägyptischen Umgang mit magischen Zeichen, doch gab es auch verblüffende Übereinstimmungen. Zwar gab es in der europäischen Neuzeit keine Magie zum Wohle des Staates oder zum Schutz vor wilden Tieren, doch selbstverständlich boten Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sowie Ängste vor Krankheiten und Verletzungen immer wieder Anlass, Schutzmittel anzuwenden und für Abwehr Sorge zu tragen. Zur Ausstellung erschien ein üppig bebilderter, sehr informativer Katalog.

Abbildung:

Cover des Ausstellungskataloges zu "Isisblut und Steinbockhorn. Amulett und Talisman in Altägypten und im Alpenraum" © Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München

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