Horst Janssen als Angeber X. Flegeleien und Verneigungen

13.10.2012–06.01.2013

Horst-Janssen-Museum, Oldenburg

Die Ausstellung zeigte eindrücklich, wie sich Horst Janssen auf die ihm eigene egozentrische Weise über künstlerische und zeichnerische Qualität äußerte.

In Form von Zeichnungen, Collagen und Kommentaren griff der Zeichner Janssen Zeitgenossen und ihre Kunst an. Mittels amüsanter Polemik drückte er seine Verachtung dem damaligen Kunstbetrieb gegenüber aus. Janssen verweigerte sich den Positionen der Moderne kompromisslos, seine Bewertungsmaßstäbe für die Qualität von Kunst orientierten sich dabei an den Alten Meistern – Goya, Rembrandt, Baldung Grien u. a. In über 50 Blättern zum Angeber X zeichnete und kommentierte er seine Wut gegen Kunst und Kommerz der 1980er Jahre von der Seele. Spott und Häme hatte er für seine Zeitgenossen übrig, wenn er sie mit seiner antiquierten Kunstauffassung konfrontierte und ihnen „Stümperei“ bescheinigte.

Die Ausstellung zeigte sämtliche Originale zu Janssen Angeber X und stellte sie den Graphiken der von ihm verschmähten wie verehrten Künstler gegenüber.

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