Honoré Daumier: Michelangelo der Karikatur

22.04.2012–17.06.2012

Kunsthaus Apolda Avantgarde

Als einer der schärfsten und unverwechselbaren ironischen Beobachter seiner Epoche ging Honoré Daumier (1808-1879) als beißender Satiriker in die Weltgeschichte der Karikatur ein. Der sich im 19. Jahrhundert anbahnende Aufstieg des Bürgertums und die allzu menschlichen Schwächen der Gestalten seiner „Comédie humaine“ – Staatsanwälte, Künstler, Schauspieler, Minister – sind die großen Themen dieses Karikaturgenies mit spitzer Feder und einer besonderen Menschlichkeit.

Als politisch engagierter Künstler war Honoré Daumier sein ganzes Leben lang ein entschlossener Verfechter der Meinungs- und Pressefreiheit. Technisch hebt er sich durch einen ausgesprochen kunstvollen Umgang mit Schattierungen und eine unverwechselbare Graphik deutlich von anderen Künstlern ab. Er gilt als Vorreiter der Impressionisten. Seine vielseitige Begabung findet auch in seinem bildhauerischen Werk Ausdruck.

So zeigte das Kunsthaus Apolda Avantgarde 140 ausgewählte Werke Daumiers, darunter Lithographien und eine Reihe von Büsten, die repräsentativ für sein Schaffen sind.

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