Hedwig Woermann: Malerin und Bildhauerin

29.09.2012–02.12.2012

Museum Moderner Kunst, Wörlen

Worpswede, Paris, Rom und Hellerau heißen die künstlerischen Stationen der Malerin und Bildhauerin Hedwig Woermann (1879-1960). Hofer, Modersohn-Becker und Rilke sind die Namen einiger ihrer Künstlerfreunde, die das Leben Hedwig Woermanns begleitet haben und die für den Aufbruch in die Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts stehen. Hedwig Woermann, die Tochter aus großbürgerlichem Haus, war in diese Entwicklungen eingebunden und leistete ihren eigenen Beitrag dazu. Mit neusachlichen Motiven auf textilen Rollbildern erregte sie in den 1920er Jahren international Aufsehen. Ab 1932 lebte sie mehrere Jahre in Südamerika, was ihre Kunst aus der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland und Frankreich verschwinden ließ. 1936 in das nationalsozialistische Deutschland zurückgekehrt, blieb der Kosmopolitin Woermann nur noch der Rückzug in ihr Domizil Wustrow an der Ostsee, wo sie nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Teilung Deutschlands in der nunmehrigen DDR immer weiter in Vergessenheit geriet. Nach ersten Ausstellungen in den 1990er Jahren in Mecklenburg-Vorpommern durchleuchtete die Passauer Ausstellung jetzt umfassend die vielfältigen Verbindungen Woermanns und ordnete ihre Werke in die Kunst der Zeit.

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