Hannah Höch

14.01.2014–23.03.2014

Whitecheapel Gallery, London

Hannah Höch war künstlerisch und kulturell ein Pionier. Als Mitglied der Dada-Bewegung im Berlin der 1920er Jahre war sie eine treibende Kraft in der Entwicklung der Collage im 20. Jahrhundert. Sie fügte Bilder aus Modezeitschriften und Illustrierten zusammen und gab so ihren humorvollen und bewegenden Kommentar über eine Gesellschaft in Zeiten tiefer sozialer Wandlungen. Bewundert von Zeitgenossen wie Grosz, van Doesburg und Schwitters, wurde Höch von der traditionellen Kunstgeschichte jedoch häufig übersehen.

Mit über einhundert Werken aus wichtigen internationalen Sammlungen zeigt die Ausstellung in London Höchs außerordentliche Karriere von den 1910er bis in die 1970er Jahre. Angefangen von frühen Werken, die noch ganz unter dem Einfluss ihrer Arbeit in der Modeindustrie standen, enthält die Auswahl Schlüsselwerke wie die Fotomontage "Hochfinanz" (1923), in der die Verbindung zwischen Bankiers und Militär am Höhepunkt der Wirtschaftskrise in Europa kritisiert wird. Höch war eine entschiedene Anhängerin künstlerischer Freiheit, die hergebrachte Begriffe von Beziehung, Schönheit und Kunst infrage stellte. Mit Scharfsinn und Humor zeigte diese Ausstellung, wie Höch die Collage als ein Schlüsselmedium der Satire etablierte und gleichzeitig ihre poetische Schönheit meisterhaft entwickelte.

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