Goldene Passion. Georg Petel und das Rätsel seiner Kreuzigungsgruppe

21.03.2024–30.06.2024

Bayerisches Nationalmuseum

Der geniale, bereits mit Anfang dreißig in Augsburg verstorbene Georg Petel (1601/02–1634) wurde noch im 18. Jahrhundert als „deutscher Michelangelo“ gerühmt. Als bedeutendster deutscher Bildhauer der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts schuf er sowohl großformatige Holzfiguren und Bronzen als auch kleinplastische Werke in Bronze, Elfenbein und Holz.
Zu diesen, wohl für die private Andacht konzipierten Bildwerken zählen die nach seinen Modellen in Bronze ausgeführten und feuervergoldeten Schächer-Figuren Dismas und Gestas, (Modelle um 1625/26) die aufgrund ihrer virtuosen wie spannungsreichen Körpermodellierung zweifellos zu den Hauptwerken der im Berliner Bode-Museum ausgestellten deutschen Barockplastik gehören. Schon bei ihrer Erwerbung im Jahre 1927 galt der einst das Zentrum des Ensembles beherrschende Kruzifixus als verschollen.
Nun erscheint ein Corpus Christi im Bestand des Bayerischen Nationalmuseums in München das Rätsel um Georg Petels Kreuzigungsgruppe lösen zu können. In der Studioausstellung wird der Kruzifixus als das verschollene Zentrum der Gruppe vorgestellt. Vorausgegangen war eine mehrjährige Zusammenarbeit zwischen dem Bayerischen Nationalmuseum, München und der Skulpturensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin.

 

Abbildung: Faltblatt zur Ausstellung

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