Der ideelle Raum und die Figur. Malerei und Plastik von Anton und Toni Stadler

02.09.2017–12.11.2017

Museum Moderner Kunst, Wörlen

Der Landschaftsmaler Anton Stadler (1850-1917) und sein Sohn, der Bildhauer Toni Stadler (1888-1982), vertreten auf den ersten Blick unterschiedliche künstlerische Standpunkte. Bei näherer Auseinandersetzung mit Leben und Werk der beiden Münchner Künstler offenbaren sich jedoch Gemeinsamkeiten, die auf einem ähnlichen Kunstverständnis aufbauen.

Anton Stadler war ein Altersgenosse und Kollege von Adolf von Hildebrand, der Gestaltungsprinzipien zur natürlichen Wahrnehmung des Menschen im Raum entwickelte. Stadlers Landschaftsbilder in fast durchgängig intimen, kleinen Formaten übersetzten diese bildhauerische Idee der Tiefenräumlichkeit in die Malerei. Stadler konnte seinen Sohn früh mit den wichtigsten Kunstströmungen und deren Protagonisten vertraut machen. Toni studierte in München, Berlin und Paris Bildhauerei. Erst spät fand er den Weg zu einer eigenen, von der Archaik inspirierten Formensprache und einer für ihn adäquaten Modellierweise. Seine Plastiken griffen damit ähnlich in die Fläche ein, wie die Landschaften seines Vaters einen ideellen Raum schufen. Beide Künstler präsentierten sich in dieser Ausstellung zum ersten Mal gemeinsam.

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