Das Jahr 1938: Kunstleben im Nationalsozialismus

28.11.2013–23.02.2014

Jüdisches Museum, Frankfurt am Main

Die Ausstellung setzte es sich zum Ziel, einen Querschnitt durch das Kunstleben im Nationalsozialismus des Jahres 1938 zu geben. Sie konzentrierte sich bewusst auf einen Ausschnitt des gesellschaftlichen Lebens, der jedoch als repräsentiv gelten kann. Die Großereignisse des Jahres 1938 schlagen sich in den Lebensläufen von Künstlern, Sammlern, Galeristen, Kritikern oder Museumsangestellten nieder. Und mehr als das: Der Kunstbetrieb wurde besonders schnell und tiefgreifend vom Nationalsozialismus umgestaltet. Kunsthandel und Versteigerungswesen hatte man fast vollständig „arisiert“, ein Verfahren, das nach dem „Anschluss“ im März 1938 auch in Österreich zur Anwendung kam. In der Folge waren allein in Österreich so viele Kunstgegenstände aus jüdischem Besitz beschlagnahmt wurden, dass Hitler die Einrichtung eines „Führermuseums“ plante, das in Linz errichtet werden sollte. Jüdische und liberale Kräfte im deutschen Ausstellungs- und Museumswesen wurden 1938 endgültig entfernt. Von Historikern wird das Jahr 1938 als Schicksalsjahr bezeichnet. Diesem Jahr und seinen Ereignissen widmete sich die Ausstellung Das Jahr 1938. Kunstleben im Nationalsozialismus, die von einem Katalog begleitet wurde.

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