Curt Herrmann

23.06.2013–18.08.2013

Kunsthaus Apolda Avantgarde

Mit einer weiteren Ausstellung im Van-de-Velde-Jahr 2013 zeigte das Kunsthaus Apolda Avantgarde das eindrucksvolle impressionistische Werk eines zu Unrecht vergessenen Künstlerfreundes von Henry van de Velde mit Leihgaben aus dem Familienbesitz sowie aus den Museen in Hannover, Marburg, Weimar und Kassel. Curt Herrmann, Absolvent der Kunstakademien in Berlin und München, war einer der führenden Berliner Impressionisten und anderer Pointillisten am Ende des 19. Jahrhunderts. Der frankophile Künstler besuchte bereits 1897 den Art Nouveau-Architekten Henry van de Velde in dessen im neuen Stil erbauten und ausgestatteten Haus „Bloemenwerf“ bei Brüssel und wurde spontan dessen erster deutscher Auftraggeber. Es entstand eine Freundschaft, die sich mit van de Veldes Übersiedlung nach Berlin und Weimar intensivierte. Als Mitbegründer des „Deutschen Künstlerbunds“ und als Gründungsvorstand der Berliner „Secession“ unternahm Herrmann zusammen mit van de Velde und Kessler Reisen nach London und Paris. Auf Einladung van de Veldes weilte Herrmann mehrfach in Weimar, wo rund 20 Gemälde und Ölstudien mit Weimarer Motiven entstanden, die ebenfalls in der Apoldaer Ausstellung zu sehen waren.

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