Cesar Klein. Bild, Raum, Bühne
15.10.2026–29.03.2027
Bröhan Museum, Berlin
Zu seinem 150. Geburtstag widmet das Bröhan Museum dem Berliner Künstler Cesar Klein (1876–1957) eine große Ausstellung. Klein war Maler, Grafiker, Raumgestalter sowie Bühnen- und Filmausstatter und gehört zu den prägenden, bislang aber wenig beachteten Gestalten der Berliner Moderne.
Die Schau zeigt, wie frei sich Klein zwischen den Disziplinen bewegte: Sie zeichnet seinen Weg von den frühen Gemälden unter französischem Einfluss über seine Zeit in den expressionistischen Künstlergruppen bis zu seinen Arbeiten in Glasgestaltung, Raumkunst und Szenografie nach. Besonders sein Wirken als Innenarchitekt in Berlin, vom Expressionismus bis zum Art Déco, steht im Mittelpunkt. Zu sehen sind Gemälde, Grafiken, Entwurfszeichnungen und Fotografien, darunter auch Werke, die erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden. Begleitend erscheint ein wissenschaftlicher Katalog, der Kleins Schaffen erstmals umfassend darstellt.
Die Ernst von Siemens Kunststiftung fördert die Ausstellung aus echter Überzeugung und mit besonderer Verbundenheit: Cesar Klein entwarf 1913 den Marmormosaikfußboden im Berliner Hauptgebäude der damaligen Siemens & Halske AG, der sich bis heute erhalten hat und als ein lebendiges Zeugnis des Dialogs von Kunst und Industrie verstanden werden kann.
Weitere Infos zur Ausstellung finden Sie hier.
Abbildung: Cesar Klein, Großer weiblicher Akt („Venus“), Werkkarton für ein Badezimmerfenster der Villa Lewin, 1917, Plakat zur Ausstellung © Nachlass Cesar Klein, Gestaltung: Gerwin Schmidt, 2026.