Caricatures. Spott und Humor in Frankreich von 1700 bis in die Gegenwart

09.07.2016–06.11.2016

Wilhelm-Busch-Museum Hannover

 

In der Geschichte der Karikatur spielen französische Künstler eine herausragende und prägende Rolle. Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts spiegelte Jacques Callot mit seinen grotesk überzeichneten Figuren der Commedia dell’Arte die Vielfalt menschlicher Maskeraden und deckte mit seiner Folge Les Misères et les Malheurs de la Guerre die grausamen Kriegsfolgen auf. Künstler wie Philippe-Jacques de Louthenbourg trugen im 18. Jahrhundert zur Etablierung der Karikatur bei, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit unterhaltsamen Serien zu Mode, zu den Sitten und Gebräuchen großer Beliebtheit erfreute. Im Kontext der Befreiungskriege gegen Napoleon profilierte sich auch in Frankreich um 1814/1815 die politische Karikatur. In der Tradition von Künstlern wie Honoré Daumier stehen heute die Zeichner von Charlie Hebdo mit ihren politischen und gesellschaftskritischen Blättern.

Die Ausstellung Lachen auf Französisch lud dazu ein, die Geschichte der Karikatur in ihrer großen Vielfalt zu entdecken. Die Sammlung des Museums selbst hat einen reichen Bestand vor allem an historischen französischen Karikaturen. Leihgaben aus dem Besitz von Künstlern und privaten Sammlern ergänzten die Schaustücke.

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