Blut und Tränen. Albrecht Bouts und das Antlitz der Passion

08.03.2017–11.06.2017

Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen

Albrecht Bouts (um 1451/55-1549), der Sohn des berühmten Löwener Malers Dirk Bouts (um 1410-1475), ist zwar weniger bekannt als sein Vater, doch kommt ihm in der Malerei der Südlichen Niederlande des 15./16. Jahrhunderts ohne Zweifel eine besondere Stellung zu.

Nach Dirks Tod übernahm Albrecht die väterliche Werkstatt in Löwen und begann sich auf Darstellungen Christi zu spezialisieren. Ausgehend von den Werken des Vaters entstanden zahlreiche Bilder Christi mit der Dornenkrone sowie der Mater dolorosa.

Aachen realisierte mit Blut und Tränen erstmals eine Ausstellung zu diesem bislang im Schatten seines Vaters stehenden Malers. In der Ausstellung wurde die künstlerische Entwicklung von Albrecht Bouts nachvollziehbar. Neben dem späten Selbstporträt des Meisters, das sich im Brukenthal Museum in Sibiu (Hermannstadt) befindet, wurden einige religiöse Darstellungen gezeigt, um die Bandbreite seines Schaffens zu verdeutlichen. Das Hauptaugenmerk richtete sich jedoch auf die berühmten Andachtsbilder, den Christus mit der Dornenkrone und die Johannesschüssel. Ergänzend dazu wurden auch Bildnisse Christi aus anderen Herstellungszentren wie Brügge und Brüssel gezeigt.

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