Auguste Papendieck. Töpferin

16.11.2014–08.03.2015

Focke-Museum, Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Auguste Papendieck (1873–1950) ist eine Wegbereiterin der modernen Kunstkeramik. Sie gehört zu den Keramikern, die aus dem traditionsreichen Töpferhandwerk eine eigenständige Kunstgattung entwickelten. Zu ihrem Leitbild wurde der Künstlerkeramiker, der alle Phasen der Fertigstellung seiner Arbeiten in die Hand nahm und frei von Beschränkungen der Manufaktur, aber auch ohne deren Möglichkeiten, auf der Töpferscheibe Objekte mit der ästhetischen Ausdruckskraft von Werken der bildenden Kunst schuf. Wie nur wenige Keramiker ihrer Zeit ist Auguste Papendieck diesem Ideal während ihrer langjährigen Werkstattarbeit nahegekommen. Die 1930er und 1940er Jahre sind für sie die fruchtbarste Zeit. Papendieck hat sich ein künstlerisch unverkennbares Profil geschaffen. Ihr Renommee als Töpferin ist groß. Bedeutende Kunstgewerbemuseen erwarben ihre Arbeiten als Referenzobjekte moderner Kunstkeramik. Seit den 1920er Jahren ist Auguste Papendieck in Ausstellungen des Focke-Museums vertreten. Die eigene Sammlung des Museums ist mittlerweile auf über 100 Objekte angewachsen.

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