REMINDER - Einreichungen für den „Ernst von Siemens Preis für Kunst und Handel 2027“ bis zum 06. September 2026
dreiseitiges Einreichungsformular
Ziel des Preises
Der Preis würdigt eine erfolgreiche, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Museum und Kunsthandel. Er zeichnet Projekte aus, die durch wissenschaftliche Forschung oder Mäzenatentum auf Seiten des Kunsthandels zur Identifikation, Erwerbung oder Rückführung bedeutender Kunstwerke in Museumssammlungen beitragen. Der Preis möchte den Kunsthandel dazu animieren, mäzenatischer gegenüber Museen zu agieren, und würdigen, wenn dieser gegenüber Museen freigiebig Wissen und Informationen teilt, zeitaufwändige Untersuchungen zum Zustand oder Echtheit von Werken ermöglicht. Anerkennung finden soll auch, wenn der Kunsthandel tiefergehende Provenienzrecherchen unterstützt und Hängepartien bei den komplexen Finanzierungsfindungen erträgt. Das erste Preisträgerpaar 2026 ist das Frankfurter Städel und der Kunsthändler Wolfgang Wittrock.
Der Fokus der Ernst von Siemens Kunststiftung (EvSK) liegt in erster Linie auf deutschen Museen. Die Meldung von preiswürdigen internationalen Kooperationen zwischen einem Museum und dem Kunsthandel ist aber grundsätzlich möglich.
Preisverleihung
Die Preisverleihung im Rahmen der Kunstmesse TEFAF Maastricht 2027 bietet der EvSK neben der Auszeichnung der beiden Preisträger auch die Gelegenheit, ihren Partnern für die Zusammenarbeit des vergangenen Geschäftsjahres zu danken und durch ein neues intensives Gesprächsformat den persönlichen Austausch zu vertiefen.
Das ausgezeichnete Museum und der Kunsthändler erhalten eine Plakette, das „Preisgeld“ beträgt bis zu 100.000 € und soll für eine zu beantragende Ausstellung, Publikation, Film oder andere Präsentations- oder Vermittlungsform eines gemeinsam vorgeschlagenen Projekts verwendet werden. Die Mittel werden ausschließlich dem ausgezeichneten Museum im Rahmen eines abgestimmten Projektantrags bei der EvSK zur Verfügung gestellt.
Preisvergabe
Beispiele für preiswürdige Projekte sind:
- Die Wiederentdeckung und Rückführung eines verlorenen oder entfremdeten Museumsobjektes mithilfe des Kunsthandels.
- Eine großzügige, echt mäzenatische Preisgestaltung zugunsten eines Museumserwerbs oder einer Schenkung /Teilschenkung eines bedeutenden Exponats durch den Kunsthandel an das Museum.
- Ein Kunstwerk wird durch die Forschung des Kunsthandels als bedeutendes Museumsexponat identifiziert und durch das jeweilige Museum erworben. Dem Museum werden die gewonnenen Forschungsergebnisse zur Verfügung gestellt.
- Die Bereitstellung von Forschungsergebnissen und Informationen durch Händler, Wissenschaftler oder Sammler ermöglicht dem Museum eine wichtige Erwerbung an anderer Stelle.
- Schließlich, wenngleich nicht strikt im System des „Preises für Kunst und Handel“ – behalten wir uns vor, auch Schenkungen oder Teilschenkungen eines bedeutenden Exponats oder von Konvoluten auszuzeichnen, die von privat an ein Museum erfolgen, gerne mit Beteiligung des Kunsthandels.
Einreichung der Vorschläge
Es können Kooperationsprojekte aus den vergangenen fünf Jahren eingereicht werden. Projekte können von der Jury, durch von der EvSK angesprochenen Nominatoren oder anderen Interessierten, auch den Museen selbst, vorgeschlagen werden. Die Einreichung der Vorschläge erfolgt durch ein kurzes dreiseitiges Formblatt digital an die Geschäftsstelle der EvSK. Bis zum 6. September 2026 können noch Projektvorschläge für die Preisvergabe 2027 eingereicht werden.
Weitere Infos zum Preis und zu seiner ersten Verleihung im März 2026 auf der TEFAF finden Sie HIER.
Abbildung: Preisplakette 2027