Jahresbericht 2024/2025 erschienen
Das Geschäftsjahr 2024/25 war für die Ernst von Siemens Kunststiftung (EvSK) von einer besonderen Dynamik geprägt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Über die reine Fördertätigkeit hinaus hat die Stiftung im vergangenen Jahr zentrale Impulse gesetzt, die weit über das einzelne Projekt hinauswirken. Damit hat sie ihre Rolle als verlässliche Partnerin öffentlicher Sammlungen und Museen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Ein herausragendes Beispiel für die Kraft partnerschaftlichen Handelns war der gemeinsame Ankauf des Tafelgemäldes Maria als Himmelskönigin von Hans Baldung Grien für die Alte Pinakothek in München (S. 64). In Kooperation mit dem Pinakotheks-Verein etablierte sich mit der Pesl-Stiftung Bayern erstmals eine neue, schlagkräftige Partnerin. Angesichts begrenzter Haushaltsmittel öffentlicher Museen eröffnet diese Verbindung neue Perspektiven für Erwerbungen von höchstem künstlerischem Rang.
Für das Germanische Nationalmuseum konnte mit dem sogenannten „Piusaltar“ von Luigi Valadier ein bisher nicht publiziertes Schlüsselwerk römischer Silberschmiedekunst gesichert werden, das den Einfluss des päpstlichen Rom auf die deutsche Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts glänzend exemplifiziert (S. 68).
Ein bewegender Höhepunkt im vergangenen Geschäftsjahr war die Verleihung des „Deutschen Kulturförderpreises 2025“ an die UKRAINE-Förderlinie der EvSK. Aus einem starken Bewerberfeld ausgewählt, würdigte die Jury das Engagement als herausragendes Beispiel gelebter kultureller Verantwortung.
Zukunftsorientiert setzt die Stiftung zudem neue Akzente: Ab 2026 wird im Rahmen der TEFAF Maastricht erstmals der „Ernst von Siemens Preis für Kunst und Handel“ verliehen. Mit dieser Auszeichnung werden herausragende Kooperationen zwischen Museen und dem Kunsthandel, gewürdigt. Geehrt werden Projekte, die durch gemeinschaftliches Engagement wesentlich zur Identifikation, Erforschung, Erwerbung oder Rückführung bedeutender Kunstwerke in öffentliche Sammlungen beitragen. Die Preisverleihung bietet zugleich eine Plattform für Dialog und Austausch und stärkt die Verbindung zwischen Kunst, Wissenschaft, Markt und öffentlicher Sammlungspraxis.
Dies und viele weitere spannende Projekte hat die EvSK im Geschäftsjahr 2024/2025 unterstützt, die Sie im Jahresberichts finden. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!
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