GOLDNARBEN - KÜNSTLER:INNEN DER UKRAINIAN CULTURAL COMMUNITY ZU GAST IM SCHLOSS SCHÖNHAUSEN

Eine Sonderausstellung im Schloss Schönhausen, Berlin

In der ukrainischen Kunstszene schwingt heute, bewusst oder unbewusst, die Ästhetik von Kintsugi - die traditionelle japanische Kunst der Reparatur von Keramik und Porzellan, bei der die Spuren von Brüchen nicht versteckt, sondern betont werden - mit. Statt die traumatischen Erlebnisse der neuesten Geschichte zu verdrängen, setzen Künstler:innen sich in ihren Werken mit ihnen auseinander. In Luftschutzkellern oder im erzwungenen Exil, mit Materialmangel und unter dem emotionalen Druck der Nachrichten reflektieren sie über eine der größten Tragödien des heutigen Europas.

Das Ausstellungsprojekt im Schloss Schönhausen stellt junge ukrainische Künstler:innen vor, die nach Deutschland übersiedelt sind. Sechs Monate lang werden sie mit dem Schloss und seiner Geschichte arbeiten. Es ist eine Suche nach neuen Ausdrucksformen, nach ihrem Platz in einem fremden Land und nach Wegen, die ukrainische Gegenwartskunst in das europäische System zu integrieren.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Abbildungen
1: Prof. Dr. Christoph Martin Vogtherr, Generaldirektor SPSG; Anna Petrova, Kuratorin
2: Dr. Samuel Wittwer, Leiter der Abteilung Schlösser und Sammlungen SPSG; Anna Petrova, Kuratorin