JOHAN CHRISTIAN DAHL
Swinemünde bei Mondschein

Pommersches Landesmuseum Greifswald

Das signierte und 1840 datierte Ölgemälde des Norwegers Johan Christian Dahl zeigt die Silhouette der pommerschen Küstenstadt Swinemünde bei Mondschein. Im Oktober 1939, auf der Rückreise aus seinem Heimatland, hatte Dahl die Hafenstadt berührt, von wo aus es über die Oder nach Stettin und dann auf dem Landweg weiter nach Dresden ging. Auf der Swine segelnd, entstanden am 8. Oktober 1839 vom Deck des Schiffes aus zwei zarte, kolorierte Bleistiftzeichnungen. Nur zwei Monate später fertigte der Maler im Atelier in Dresden zwei Ölstudien "als Erinnerung an meine Reise auf Deck unweit Schwinemünde" sowie in der darauffolgenden Zeit eine weiter ausgeführte Variante, die sich heute im Kunstmuseum Bergen befindet. Aus diesen Studien komponierte Dahl 1840 sein Gemälde mit der die Szene beherrschenden Windmühle sowie der Stadt im Hintergrund, dunkel und äußerst wirkungsvoll gegen den durch den Mond erhellten, meisterhaft gemalten Himmel gestellt. Vor die Hafeneinfahrt setzte er ein Segelschiff, ergänzte ein Ruderboot aus seinem Zeichnungsfundus und erfand als Gegengewicht zur Mühle und zur Belebung der Stadtsilhouette mit ihrem Mastenwald den hoch aufragenden Kirchturm, den Swinemünde zu dieser Zeit noch nicht zu bieten hatte. Mit dem Ankauf dieses herausragenden Gemäldes von Johan Christian Dahl konnte die Romantik-Sammlung des Pommerschen Landesmuseums, das in der Geburtsstadt Caspar David Friedrichs beheimatet ist, wesentlich bereichert werden.