| Einführung |
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Die Ernst von Siemens Kunststiftung verdankt ihr Dasein der Hochherzigkeit des Mannes, der ihr seinen Namen gegeben hat. |
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Ernst von Siemens (1903-1990) war beides: Industrieller und Mäzen. Als jüngster Enkel des Firmengründers Werner von Siemens geboren, bereitete er sich nach dem Abitur mit einem Studium der Physik auf seinen Weg im Hause Siemens vor. Nach wechselnder Verwendung im Unternehmen fiel ihm beim Zusammenbruch 1945 die schwere Aufgabe zu, von Bayern aus die Fundamente für den Neuanfang von Siemens zu sichern. Als Vorsitzender des Vorstands (1949-1956) und als Aufsichtsratsvorsitzender (1956-1971) hatte er wesentlichen Anteil am Wiederaufstieg des Hauses Siemens in der Nachkriegszeit; seine Persönlichkeit war es, die in dieser Zeit den Konzern unverwechselbar prägte. Bis zu seinem Tode (1990) war er Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG. |
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Ernst von Siemens, der unverheiratet und kinderlos blieb, war nicht nur ein bedeutender Unternehmer, sondern zeitlebens auch ein Freund der Künste, im Besonderen der Musik, des Theaters und der bildenden Künste. Ihm lag am Herzen, seinen Zeitgenossen und den Nachfahren neben Wissen und Bildung auch den Zugang zur Kunst aufzuschließen. Dieses Bestreben war für ihn auch eine Verpflichtung des erfolgreichen Unternehmers. |
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So errichtete Ernst von Siemens mit großer Hingabe und finanziellem Aufwand drei Stiftungen |
| 1958 die Carl Friedrich von Siemens Stiftung (benannt nach seinem Vater) zur Förderung der Wissenschaften in München-Nymphenburg, |
| 1972 die Ernst von Siemens Musikstiftung mit Sitz in Zug/Schweiz zur Förderung der Musikpflege und Musikforschung (u. a. durch jährliche Verleihung von Musikpreisen), |
| 1983 die Ernst von Siemens Kunststiftung - mit Sitz in München - zur Förderung der Bildenden Kunst. |
| Ernst von Siemens wollte mit diesem Instrument rasche unbürokratische Hilfe beim Ankauf bedeutender Kunstwerke vor allem dann leisten, wenn es galt, einer Kunstsammlung zu einem zusätzlichen Glanzpunkt zu verhelfen, die Rückführung früher abgewanderter Kunstwerke zu ermöglichen oder herausragende Zeugnisse unserer kulturellen Vergangenheit für öffentliche Sammlungen zu erwerben. Auf dieser Linie lag auch sein Wunsch, einer breiten Öffentlichkeit wichtige Künstler und Sammlungen in Ausstellungen, Katalogen und Monographien nahezubringen. |
| Ernst von Siemens hatte die Stiftung schon bei ihrer Gründung mit einem beträchtlichen Stiftungskapital aus seinem Privatvermögen ausgestattet. Er stärkte ihre Basis zu Lebzeiten durch laufende Zuwendungen und Zustiftungen, und er hat sie schließlich in seinem Testament noch einmal großzügig bedacht. Auch seine Kunstsammlung hinterließ er der Stiftung. |
| Die Siemens AG hat sich, diesem großen Vorbild folgend, an der Errichtung der Stiftung beteiligt. Auch sie hat die Stiftung immer wieder mit Zuwendungen unterstützt, und sie ist bei einzelnen Projekten vor allem dann eingesprungen, wenn der Stiftung eigenes Engagement nicht möglich war. |
| Das Handeln der Stiftung wird von ihrer Satzung und von ihren Förderrichtlinien bestimmt. In ihnen ist auch der Rahmen festgelegt, innerhalb dessen die Stiftung tätig sein darf und helfen kann. Jenseits dieses Rahmens muß sie sich allen an sie gerichteten Anliegen versagen, mag deren Erfüllung auch noch so wünschenswert sein. |
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