Carl Theodor von Buseck, Eine Reise nach dem Orient mit Herzog Maximilian in Bayern, 1838

Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München

Die Folge von 14 Gemälden und zwei Aquarellen steht im Zusammenhang mit der Orientreise, die Carl Theodor von Buseck (1803-1860) im Jahr 1838 im Gefolge Herzog Maximilians in Bayern unternommen hat. Die Gemälde zeigen Orte und Landschaften in Italien, Griechenland, Kleinasien und Ägypten. Tinos, Naxos, Philae und Malta sind durch Inschriften auf der Rückseite bezeichnet.

Bilder und Gemäldezyklen aus dem östlichen Mittelmeerraum haben in der Neuen Pinakothek eine lange, bis in die Gründungszeit des Museums zurückreichende Tradition. Der Zyklus der Landschaften Griechenlands, den Carl Rottmann (1797-1850) im Auftrag Ludwigs I. in den Jahren zwischen 1838 und 1850 gemalt hat, gehört zum historischen Kernbestand des Museums. Ansichten aus Italien, Griechenland und Palästina aus der Sammlung Ludwigs I. waren seit den 1860er Jahren im sog. „Vedutensaal“ im Erdgeschoss der Neuen Pinakothek ausgestellt. Dazu gehörte der aus 22 Gemälden bestehende Zyklus mit Ansichten aus dem Heiligen Land und Ägypten von August Löffler (1822-1866). Die in Öl auf Papier ausgeführten Landschaftsstudien sind während einer Reise 1849/50 entstanden und wurden 1866 von Ludwig I. aus dem Nachlass des Künstlers erworben. Vier Bilder des Zyklus sind in der Neuen Pinakothek erhalten. In die Welt des osmanischen Reiches führt auch das Gemälde „An den süßen Wassern Asiens in Konstantinopel“ in der Neuen Pinakothek, das Johann Michael Wittmer (1802-1880) 1837 zur Erinnerung an die Reise des Kronprinzen Maximilian nach Griechenland und Kleinasien ausgeführt hat.

Der von der Ernst von Siemens Kunststiftung erworbene Zyklus Busecks mit Ansichten aus Griechenland, dem osmanischen Reich und Ägypten ergänzt und bereichert diesen Sammlungsschwerpunkt der Neuen Pinakothek. Darüber hinaus dokumentiert er die Orientreise eines hochrangigen Mitglieds der königlichen Familie, dessen Schwager Ludwig I. der Gründer des Museums ist.

Dr. Herbert W. Rott